Leben in Gemeinschaft

spirituell, ökologisch und sozial

Gedichte der Erde

Königin der Erde, Mutter aller Frucht!
Du schenkst dem Grün der Felder Deine Säfte
Und machst uns trunken an der Blumen Pracht.
Oh, Mutter, üppige Verschwenderin der Fülle,
Sieh hier Dein Kind!
Reichtum und Unendlichkeit verteilst Du wie im Spiel— mit lässiger Gebärde.
Unablässig gebend, allzeit Dich schenkend,— Großmut heißt Dein Ziel...
Ich beuge mich vor Dir in tiefer Ehrfurcht. Mutter der Natur!
Verzeih, was ich aus Nichtverstehn an Dir gesündigt.
Sieh mich an, nimm meine Hand
Und öffne mir die Tür erneut.
Führ mich zurück ins volle Leben.
Erfülle meinen Leib mit Deiner Kraft.
Und ström durch mein Geschlecht mit Deiner Fülle,
Lass Frieden einziehn wieder in mein Herz.
Lass meine Beine aufrecht stehen wie zwei starke Säulen,
Festverwurzelt in der Erde Schoß.
Und meinen Leib sich wiegen wie die Zeder,
Dem Winde gleich, ganz sanft und frei.
Oh Mutter, große Mutter Erde, wie bist Du reich!
Komm, gib auch mir die Milch des Lebens
Und wiege mich erneut — Dein Kind.
Von Anna Engelberth


»Die siebte Kommunion haltet mit unserer Erdenmutter,
die ihre Engel aussendet, die Wurzeln der Menschen zu lenken
und sie tief in das gesegnete Erdreich zu senken. Wir rufen die Erdenmutter an!
Die Heilige Bewahrerin! Die Erhalterin!
Sie ist es, die die Welt erneuern wird! Die Erde gehört ihr
und deren Fülle: die Welt und die, die darin wohnen. Wir verehren die gute, starke, die wohltätige Mutter Erde und all ihre Engel, großzügig, mutig und voller Stärke:
freundlich Wohlergehen und Gesundheit schenkend. Durch ihren strahlenden Glanz
wachsen Pflanzen aus der Erde hervor aus unerschöpflichen Quellen. Ihr strahlender Glanz bringt die Winde zum Wehen, die die Wolken herantreiben, den unerschöpflichen Quellen zu. Die Erdenmutter und ich sind Eins:
ich habe meine Wurzeln in ihr, und sie hat ihre Freude an mir,

wie das heilige Gesetz es will.«

Essener


Wir verehren all die heiligen Wasser,

die den Durst der Erde stillen, all die heiligen Wasser und all die Pflanzen, die der Schöpfer erschuf.
Denn alle sind heilig!

Wir verehren das Wasser des Lebens und alles Wasser auf Erden.

Das stehende, fließende und quellende Wasser, die Quellen, die dauernd fließen, die gesegneten Regentropfen. Wir geben uns den guten und heiligen Wassern hin, die das Gesetz geschaffen hat.

Himmlischer Vater! Und Du, Engel des Wassers! Wir sind Dir dankbar und lobpreisen Deinen Namen.

Eine Flut der Liebe springt hervor aus den verborgenen Stellen unter der Erde. Die Bruderschaft ist für immer gesegnet durch das heilige Wasser des Lebens.

Hymnus der Essener


Vater-Mutter unser...!

Vater-Mutter unser, der Du bist im Himmel wie auf Erden. Geheiligt seien Deine vielen Namen. Dein Reich komme möglichst bald. Dein Wille geschehe endlich auch auf diesem meist gottlosen Planeten.

Unsere täglich ökologisch angebaute Nahrung gib uns heute und denen, die diese Nahrung hier und in der 3. Welt mühselig anbauen, einen gerechten Lohn. Und vergibt uns unsere Umweltsünden an Mutter Erde und unsere Lieblosigkeit anderen Menschen gegenüber und der gesamten göttlichen Schöpfung.

Wie wir vergeben unseren Verführern im Konsum und im reinen Materialismus, der Waffen- und der Atomindustrie und den paar wenigen Familien, die diese Erde derzeit noch glauben beherrschen zu können. Erlöse uns endgültig vom Raubtierkapitalismus unserer Tage und all den bösen Folgen für Mensch und Natur.

Denn jetzt komme endlich Dein Reich auch auf diese Erde, eine göttliche Kraft und Deine unendliche Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen!


Gib mir die Augen zu sehen,
Großvater, großer Geist!
Schau mich an und neige dich mir zu.
Ich sende Dir meine Stimme
Du warst immer, und vor Dir war niemand.
Jedes Ding ist von dir geschaffen.
Den Tag und alles an diesem Tag hast du bewirkt.
Den guten Weg und den Weg der Mühsal
lässt du einander kreuzen.
Mache mich stark, über die sanfte Erde zu gehen,
ein Verwandter von allem, was ist!
Gib mir Augen zum Erkennen und Einsicht zum Verstehen.
Zeige mir die Güte und Schönheit und Seltsamkeit
der grünenden Erde, unserer einzigen Mutter.
Nimm deine Kinder und deren Kinder in den Arm,
auf dass sie den Winden standhalten mögen
und den guten Weg gehen bis zum Tag des Friedens.
Dies ist meine Bitte!

Sioux

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