Leben in Gemeinschaft

spirituell, ökologisch und sozial

Das kleinste Haustier des Menschen, ein Steckbrief:

Die Honigbiene

  • heißt mit wissenschaftlichem Namen Apis mellifera, was soviel wie `honigtragende Biene´ bedeutet.
  • lebt in Kolonien mit rund 50.000 Tieren im Sommer und rund 20.000 Tieren im Winter.
  • besucht Blüten, um dort Nektar und Pollen zu sammeln. Aus dem Nektar macht sie Honig, der Pollen ist eiweißreiche Nahrung.
  • transportiert den Nektar im Honigmagen, einem bestimmten Darmabschnitt im Hinterleib, und den Pollen als Pollenhöschen an einer speziellen Einrichtung an den Hinterbeinen.
  • baut Waben aus Wachs, was sie in Drüsen erzeugt. Sie speichert Honig und Pollen in sechseckigen Zellen der Waben und nutzt diese als Kinderstube.
  • dient dem Menschen in erster Linie als Bestäuber von Nutzpflanzen.
  • wird vom Menschen in künstlichen Höhlen gehalten, aus denen Honig, Pollen, Propolis und der Futtersaft `Gelee Royale´geerntet werden.
  • Alle Arbeiterinnen einer Bienenkolonie sind sterile Weibchen.
  • Die männlichen Bienen, die Drohnen, werden nur zur Fortpflanzungszeit produziert. Ihr einziger Daseinszweck ist die Begattung der Königin.
  • Jedes Volk hat nur eine einzige Königin, die an ihrem längeren Hinterleib gut erkennbar ist.
  • Die Biene sammelt an Knospen, Früchten, Blüten und Blättern der Pflanzen Harze, die sie als Kittharz, das sogenannte Propolis, im Stock einbaut. Von dort entnimmt es der Mensch für medizinische Zwecke.
  • Die Bienenkönigin legt jeweils ein Ei in eine Zelle und das bis zu 200.000 Mal pro Sommer.
  • Aus den Eiern der Bienen schlüpfen Larven, die sich, sobald sie groß genug sind, in ihrer Zelle verpuppen.
  • Weibchen entstehen aus befruchteten, die Männchen aus unbefruchteten Eiern.
  • Die Arbeitsbiene durchläuft in ihrem Leben mehrere Berufe, wie Putzbiene, Baubiene, Brutpflegebiene, Wächterbiene. Erst im letzten Lebensabschnitt verläßt sie als Seniorin das Nest als Sammelbiene.
  • Die Brutpflege ist ein Beruf der Innendienstbienen.
  • Die Sammelbienen sind im Außendienst unterwegs.
  • Die Honigbienen verständigen sich durch unterschiedliche chemische und mechanische Kommunikationsformen, zu denen auch die Tanzsprache gehört.
  • Die Bienen erzeugen im Sommer durch einen besonderen Futtersaft wenige Jungköniginnen, die sich in besonders gebauten Zellen, den Weiselwiegen, entwickeln. Jungköniginnen werden nur einmal im Leben auf ihrem Hochzeitsflug von mehreren Drohnen begattet.
  • Honigbienen füttern ihre Königin zeitlebens mit Gelee Royale und widmen ihr durch Hofstaatbienen besondere Aufmerksamkeit und Pflege.
  • Honigbienen schwärmen zur Vermehrung der Völker. Dabei verläßt die alte Königin mit einem großem Teil des Volkes den Stock.
  • Honigbienen überleben den Winter als komplettes Volk. Die Bienen ziehen sich zu einer dichten Wintertraube zusammen und wärmen sich durch Muskelzittern. Die dafür nötige Energie ziehen sie aus dem Honigvorrat.
  • Honigbienen können zu ihrer Verteidigung stechen.

Auffinden der Blüten

Ein kleiner Prozentsatz der Sammelbienen sucht als Pfadfinderbienen die Gegend nach neuen Blütenschätzen ab. Die Kommunikation zwischen wissenden und unwissenden Bienen ist sehr komplex. Ein Glied in der Kette: die Tanzsprache, die sich nach der Sonne und dem Standort ausrichtet. Ein anderes Glied: die Wabenvibrationen dienen als Kontaktbörse.

Das größte Organ der Bienenkolonie: Die Waben

Ein Nest z.B. für Vögel läßt sich aus Materialien der Umgebung errichten. Die Waben jedoch und das Wachs, aus dem sie gebaut sind, werden komplett von den Bienen produziert, die Bienenwabe ist ein Teil der Biene selbst. Honigbienen erzeugen den Baustoff in Wachsdrüsen. Ist das Wachs ausgetreten, erstarrt es zu hauchdünnen Schuppen. Das ist einem Handwerker vergleichbar, der zwischen seinen Rippen Bausteine herausschwitzt und dabei sogar noch deren Eigenschaften beeinflusst und so spezifische Kundenwünsche erfüllen kann.

Zerlegt man das Bienenwachs in seine Bestandteile, erhält man über 300 unterschiedliche chemische Verbindungen. Die Waben der Honigbiene sind auch Kommunikationsnetz und Gedächtnisspeicher. Ähnlich wie das Nervensystem bei einem Menschen.

Bienenvolk – ein komplexes System

In einem gesunden funktionierenden Organismus sind wichtige Lebensfunktionen im Gleichgewicht. Eine Bienenkolonie reguliert durch hohe Daueraktivität sich selbst, um einen Gleichgewichtszustand zu erhalten. Eine übergeordnete Kontrollinstanz ist nicht vorhanden, sondern das Gesamtverhalten der Kolonie entsteht aus der Kooperation der Bienen miteinander. Alles hängt mit allem zusammen.

Honigbienen jeden Alters und jeden Berufes scheinen genau zu wissen, was zu tun ist und wann es zu tun ist, wo es zu tun ist und wie viel zu tun ist.

Das Verhalten dieser Spezialisten in einem Superorganismus wird als kollektive Intelligenz bezeichnet. Honigbienen sind nicht nur faszinierend und höchst wichtige Agenten im Naturhaushalt. Ihren vernetzten Regelkreisen lassen sich auch Lösungen für komplexe Aufgaben abschauen.

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